| ______ | Sevilla goes Hannover | | ______ | | | ______ | Austauschprogramm: Spanische Architekten in deutschen Büros | ______ | Bauen ist immer noch ein mit dem Ort verbundenes Geschäft und daher eine recht bodenständige Angelegenheit. Dennoch gewinnen internationale Erfahrungen auch im Architektursektor zunehmend an Bedeutung. Ein Großteil heutiger Hochschulabsolventen kann mittlerweile solche Er fahrungen vorweisen, oft in Form eines Auslandsaufenthaltes während des Studiums, noch häufi ger aber in Form erster Berufstätigkeit nach Abschluss des Studiums. Diese natürlich auch der schlechten Konjunktur in den Büros geschuldete Entwicklung sollte aber keine Einbahnstraße sein.
So hat sich die Architektenkammer Niedersachsen als Kooperationspartner an einem Austauschprojekt der Architektenkammer Sevilla beteiligt und fünf spanischen Berufsanfängern 14-wöchige Praktika in niedersächsischen Büros vermittelt, die Gelegenheit geboten haben, deutsche Sprache, Baupraxis, Bürostruktur, konstruktive Bedingungen, herbstlich-winterliche Temperaturen und niedersächsische Mentalität kennenzulernen. Ein, wie man sich vorstellen kann, nicht immer ganz leichtes Unterfangen, und für alle Beteiligten ein echtes Experiment. Kurz vor Weihnachten konnte Bilanz gezogen werden: Eine wertvolle Erfahrung sei ein solcher Austausch, so waren sich Gastgeber und Gäste einig, auch wenn 14 Wochen letztlich zu kurz waren, um verbliebene Sprachbarrieren zu überwinden und Arbeitsweisen aufeinander abzustimmen. Dennoch bleiben individuelle Erfolge, vom Wettbewerbserfolg bis hin zu einer verabredeten Bürokooperation. Fazit: Experiment geglückt, der Kontakt nach Sevilla steht.
Andreas Rauterberg
Spanische Stipendiaten und ihre deutschen Gastgeber: Ulrich Isensee, José María García Montes, Blanca Corbí Monguió, Thomas Seidler, Carmen Moreno, Gorka Zubicary Diaz, Robert Marlow, Nuria Amoudi Rivas, Antonio Blanco Mon-tero, Markus Pankse (v.l.n.r.) Hannover © DeutscheArchitektenBlatt, 01.02.2008 |
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